Pierre J. Mejlak

Autoren

Pierre J. Mejlak, Malta

Der auf Malta geborene Pierre J. Mejlak schreibt seit seiner Jugend Romane und Kurzgeschichten. Von 1999 bis 2005 arbeitete er BBC-Korrespondent. Er ist regelmäßiger Kolumnist für Maltas Tageszeitung "In-Nazzjon" und produzierte für diverse nationale Radiosender u.a. lange Dokumentarfilme über 60 Rock-Legenden. Meljaks Shortstory-Sammlung "Having Said Goodnight" (Merlin Publishers) gewann den Literaturpreis der Europäischen Union. Mejlak wurde u.a. mit fünf maltesischen nationalen Buchpreisen, dem "Commonwealth Essay Writing Award" und dem "Sea of Words European Short Story Contest" ausgezeichnet. Sein Werk wurde in viele Sprachen übersetzt und auf internationalen Literaturfestivals gelesen. Sein preisgekrönter Roman "Rih Isfel" (Südwind) wurde als 13-teilige Prime-Time TV-Serie für Maltas NET TV verfilmt. Der Autor lebt in Brüssel.

©  George Seguna

Aktuelles Buch

„Ich war bei ihr, Papa“ und „In Livias Bar“

Pierre Mejlak erzählt von seinen maltesischen Wurzeln und von dem spezifischen Leben auf einer kleinen Insel und der dazugehörigen Inselmentalität und davon, was es heißt, in Europa jung und neugierig zu sein. Wenn ein Vater seinen Sohn vom Sterbebett aus zu seiner jahrelang verheimlichten Geliebten schickt, damit der Sohn das einzige Glück des Vaters begreift - oder wenn ein Mädchen nachts im Bett eine perfekte Stadt skizziert, während ihr Vater in einer Bar einen Kaffee trinkt, erweist sich Mejlak als feiner Beobachter. Die unterschiedlichen Welten im gegenwärtigen Europa dienen ihm als Hintergrund für seine vielfältigen Charaktere, die realisieren, dass das Leben in den verschiedenen Teilen der Welt einen anderen Rhythmus hat: an einem Ort bewertet man einen Mann danach, ob er abends für einen Kaffee oder den phantastischen Cocktail einer brasilianischen Barkeeperin entscheidet, woanders verbringt ein Liebhaber die knappe gemeinsame Zeit damit, mit seiner Geliebten fünfundvierzig Tage auf die Reifung ihres hausgemachten Likörs zu warten.

Beide Geschichten wurden von Michael Apweiler ins Deutsche übersetzt.