Niklas Maak

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Niklas Maak

Niklas Maak, 1972 geboren, studierte in Hamburg und Paris Kunstgeschichte, Philosophie und Architektur. Seit 2001 ist er Feuilletonredakteur bei der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Kunst und Architektur). Daneben unterrichtete er als Gast-professor in Frankfurt am Main und Harvard. Für seine Arbeit erhielt er den George-F.-Kennan-Preis, 2012 den Henri-Nannen-Preis, den COR-Preis 2014 und 2015 den BDA-Preis für Architekturkritik. Zuletzt erschienen "Der Architekt am Strand" (2010), und "Wohnkomplex. Warum wir andere Häuser brauchen" (2014).

©  Foto: Peter Andreas Hassiepen

Im Deutschen ist Betrug Betrug. Im Französischen gibt es mehrere Wörter dafür, tricher, beschummeln, und corriger la fortune, was wörtlich 'das Schicksal korrigieren' bedeutet. Es bedeutet auch, das, was einem passiert, nicht als unabänderlich hinzunehmen. Tricher ist etwas Kleinliches, im Heimlichen und Hektischen auch Erbärmliches, der Versuch, einen kleinen Vorteil herauszuschlagen, sich um einen Platz in der Schlange vorzudrängeln. Corriger la fortune ist etwas Großes und Ernstes. Es ist die Kunst, sich mit den Göttern anzulegen. Es bedeutet, daran zu glauben, dass man die Ungerechtigkeit von Zufällen, schlechtem Timing, unvorhersehbaren Ärgernissen, all dem, was man Schicksal nennt, ausgleichen, dass man um sein Glück mit allen Mitteln kämpfen und nie aufgeben darf.

Niklas Maak

Aktuelles Buch

Altas der seltsamen Häuser und ihrer Bewohner

Hanser Verlag

Plötzlich steht da ein Haus: Eine gigantische Burg aus weißem Holz, errichtet von einem New Yorker Kunstsammler und Finanzspekulanten, der 700 Millionen Dollar veruntreut hat. Eine Halbkugel aus Beton, die ein Filmregisseur für sich und seine Geliebte auf einer Steilküste in Sardinien aufgestellt hat. Ein Haus in Kenia, vor dem ein begabter Maler erschossen wird. Eine Hütte in Mexiko, in die sich ein amerikanischer Ex-Banker nach den Anschlägen vom 11. September zurückgezogen hat. Exzentrische Bauherren gönnen sich bisweilen recht seltsame Häuser, denen Niklas Maak in der ganzen Welt auf der Spur war. Er hat sie gründlich besichtigt und erforscht, mit Architekten und Bewohnern gesprochen und dabei viel über die Träume, Ängste und Obsessionen unserer Gegenwart erfahren.

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