Oliver Hilmes

Autoren

Oliver Hilmes

Oliver Hilmes, 1971 geboren, studierte Geschichte, Politik und Psychologie in Marburg, Paris und Potsdam. Er promovierte mit einer Arbeit über die politische Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts und arbeitete in der Intendanz der Berliner Philharmoniker. Nach seinem Erfolg mit "Witwe im Wahn. Das Leben der Alma Mahler Werfel" (2004) gelang ihm mit "Herrin des Hügels. Das Leben der Cosima Wagner" (2007) ein weitere Bestseller.

©  Foto: Blaues Sofa| Bertelsmann

Die Spiele waren eine große Propagandainszenierung. Man wollte dem Ausland das Bild eines friedlichen, liberalen, weltoffenen und toleranten Deutschlands zeigen. Das Dritte Reich hatte ja drei Jahre nach der Machtübernahme ein großes Imageproblem. Es wurde von den europäischen Mächten kritisch beäugt, zu Recht, wie wir wissen.

Oliver Hilmes

Aktuelles Buch

Berlin 1936

Siedler

Im Sommer 1936 steht Berlin im Zeichen der Olympischen Spiele. Zehntausende strömen in die deutsche Hauptstadt, die die Nationalsozialisten in diesen sechzehn Tagen als weltoffene Metropole präsentieren wollen. Hilmes folgt prominenten und unbekannten Personen, Deutschen und ausländischen Gästen durch die Zeit der Sommerspiele und verknüpft die Ereignisse dieser Tage kunstvoll zum Panorama einer Diktatur im Pausenmodus. Die "Juden verboten"-Schilder sind verschwunden, statt des "Horst-Wessel-Lieds" klingen Swing-Töne durch die Straßen. Berlin scheint für kurze Zeit eine ganz normale europäische Großstadt zu sein, doch im Hintergrund arbeitet das NS-Regime weiter daran, die Unterdrückung zu perfektionieren und das Land in den Krieg zu treiben. Hilmes erzählt präzise, atmosphärisch dicht und mitreißend von Sportlern und Künstlern, Diplomaten und NS-Größen, Transvestiten und Prostituierten, Restaurantbesitzern und Nachtschwärmern, Berlinern und Touristen.

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