Peter-André Alt

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Peter-André Alt

Peter-André Alt, geboren 1960, ist Professor für Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Freien Universität Berlin, die er seit 2010 als Präsident leitet. Von ihm erschienen zuletzt u.a.: "Schiller" (2 Bände 2013), "Ästhetik des Bösen" (2011), "Kafka und der Film" (2009).

©  Foto: Bernd Wannenmacher

Aktuelles Buch

Sigmund Freund

C. H. Beck

Wien, die Metropole der Künste und der Naturwissenschaften, im sinkenden 19. Jahrhundert: Eine bessere Kulisse für die Nervenleiden des modernen Menschen, für seine Existenzlügen und zerbrechenden Selbstbilder, als die prachtvoll morbide Hauptstadt des k.u.k.-Reiches ist kaum vorstellbar. Hier arbeitet der Nervenarzt Sigmund Freud an seinen bahnbrechenden Theorien zu Sexualität und Neurose, Traum und Unbewusstem, Familie und Gesellschaft, Märchen und Mythos. Peter-André Alt erzählt, gestützt auf unveröffentlichtes Material, von der Bewegung der Psychoanalyse, ihrem Siegeszug und ihren Niederlagen, und er portraitiert Freud als selbstkritischen Dogmatiker und wissenschaftlichen Eroberer, als einen jüdischen Atheisten und leidenschaftlichen Familienvater, als eminent gebildeten Leser und großen Schriftsteller, nicht zuletzt als einen Zerrissenen, der die Nöte der Seele, von denen die Psychoanalyse befreien sollte, selbst aus dunkler Erfahrung kannte.

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