Achiller Mbmembe

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Achiller Mbmembe

Der kamerunische Historiker und politischer Philosoph Achille Mbembe (Jahrgang 1957) zählt zu den Vordenkern des Postkolonialismus. Er lehrt nach Stationen an der Columbia University, der University of California in Berkeley, der Yale University und der Duke University heute an der University of the Witwatersrand in Johannesburg. Für sein Buch "Kritik der schwarzen Vernunft" wurde Mbembe 2015 mit dem Geschwister-Scholl-Preis ausgezeichnet.

©  Éditions La Découverte

Politik der Feindschaft

Aktuelles Buch

Politik der Feindschaft

Suhrkamp

Achille Mbembe untersucht ein Phänomen, das sich in unserem globalen Zeitalter ständig rekonfiguriert: die Feindschaft. Ausgehend von den psychiatrischen und politischen Einsichten Frantz Fanons, zeigt Mbembe, wie als Folge der Konflikte um die Entkolonialisierung des 20. Jahrhunderts der Krieg (in Gestalt von Eroberung und Besatzung, von Terror und Revolte) zur Signatur unserer Zeit geworden ist. Als auf Dauer gestellter Ausnahmezustand führt er zur Erosion der liberalen Demokratie. Mbembes hochaktueller Essay spürt der Konsequenz dieser Erosion nach: der Ausbreitung autoritärer Regierungsformen. Er beschreibt die Bedingungen, unter denen heute die Fragen zum Verhältnis von Recht und Gewalt, Normalität und Ausnahmezustand, Sicherheit und Freiheit gestellt werden. Mit Blick auf die globalen Migrationsströme und das damit einhergehende unvermeidliche Zusammenwachsen der Welt formuliert er eine scharfe Kritik am atavistischen Nationalismus und plädiert für eine neue Politik der Humanität.

ISBN 978-3-518-58708-9 | Gebunden | 235 Seiten | 28 EUR | ET: 9.10.2017
Übersetzung: Michael Bischoff