Jürgen Kaube

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Jürgen Kaube

Jürgen Kaube, geboren 1962, lehrte Soziologe, u. a. an der Universität Bielefeld, bevor er 1999 in die Redaktion der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" eintrat. Er leitete das Ressort Geisteswissenschaften und war ab 2012 stellvertre-tender Feuilletonchef. 2012 wurde er als "Journalist des Jahres" im Bereich Wissenschaft ausgezeichnet. Seine Max-Weber-Biographie (2014) wurde viel gelobt. Seit 2015 ist Kaube einer der Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, im selben Jahr erhielt er den Ludwig-Börne-Preis.

©  F.A.Z. Frank Röth

Die Anfänge von allem

Aktuelles Buch

Die Anfänge von allem

Rowohlt Berlin

Seit wann gibt es den aufrechten Gang? Wie kamen Religion, Recht, Handel, Geld, Musik oder Städtebau in die Welt? Wann bestatteten Menschen erstmals ihre Toten? Warum gibt es in den meisten Kulturen Monogamie? Jürgen Kaube beantwortet diese Fragen, die ihn in politischen und kulturellen Konflikten beschäftigen. Sprache sei z.B. evolutionär nicht erklärbar, Primaten haben keinen Rachenraum, der zum Sprechen ausreichend. Entwickelte sich Sprache als Nebeneffekt der Nahrungsaufnahme aus dem Schmatzen? Die Schrift wurde zum Beispiel nicht erfunden, um Gesprochenes festzuhalten, sondern sie entstand um 8000 v. Chr. in Mesopotamien in der Bürokratie beim Rinderzählen. Verehren wir Geld kultisch, weil es um 1200 v. Chr. religiöse Opfergabe war und nicht dem Handel diente? Kaube erzählt aufschlussreich und überraschend, was Menschsein für uns heute ausmacht.

ISBN 978-3-644-11971-0 | Gebunden | 400 Seiten | 24,95 EUR | ET: 18.8.2017