Marie NDiaye

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Marie NDiaye

Marie NDiaye, 1967 in Pithiviers bei Orléans geboren, veröffentlichte mit 17 Jahren ihren ersten Roman; weitere Romane und Theaterstücke folgten. Für Drei starke Frauen erhielt sie den Prix Goncourt. Die Autorin lebt seit 2007 mit ihrer Familie in Berlin.

©  Heike Steinweg Suhrkamp Verlag

Die Chefin. Roman einer Köchin

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Die Chefin. Roman einer Köchin

Suhrkamp

Eine Frau aus bescheidenen Verhältnissen kann ein Restaurant in Bordeaux eröffnen und wird mit einem Stern ausgezeichnet. Welche Künste hat sie in der Küche gelernt und neu interpretiert? Wie wurde sie zur berühmten Chefköchin? Marie Ndiaye stellt diese Fragen, beantwortet und weist sie damit zurück. Der Erzähler, langjähriger Mitarbeiter der Chefin und ihr in (vergeblicher) Liebe verbunden, berichtet von ihrem Leben - ihrem Charakter, ihren Lieben, ihrer Ausbildung, der Kunst der Kochkomposition, dem privaten wie öffentlichen Umgang -, indem er potentielle Fragen und Erwartungen der Leser aufgreift, sie beantwortet und zugleich ins Leere laufen lässt: Sie verlangen danach, unbeantwortet zu bleiben. Der Kunst der Marie NDiaye verdankt sich eine neuartige Form der Antibiographie, einer Biographie, die demonstriert, dass nur dann Wahrheit erreicht wird, wenn die Geheimnisse nicht ausgeplaudert, sondern Satz für Satz, Abschnitt für Abschnitt verheimlicht werden. Eine Biographie als Geheimnis hinter der Biographie - das macht die überragende Leistung des neuen Romans von Marie NDiaye aus.

ISBN 978-3-518-42767-5 | Gebunden | 333 Seiten | 22 EUR | ET: 7.8.2017
Übersetzung: Claudia Kalscheuer