Götz Aly

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Götz Aly

Götz Aly ist Historiker und Journalist. Er arbeitete für die "taz", die "Berliner Zeitung" und als Gastprofessor. Seine Bücher werden in viele Sprachen übersetzt. 2002 erhielt er den Heinrich-Mann-Preis, 2003 den Marion-Samuel-Preis, 2012 den Ludwig-Börne-Preis. Zuletzt veröffentlichte er "Warum die Deutschen? Warum die Juden? Gleichheit, Neid und Rassenhass 1800-1933" (2011), sowie  "Die Belasteten. 'Euthanasie' 1939-1945. Eine Gesellschaftsgeschichte" (2013).

Literaturpreise: Heinrich-Mann-Preis für Essayistik (2002), Marion-Samuel-Preis (2003), Bundesverdienstkreuz am Bande (2007), National Jewish Book Award, USA (2007), Ludwig-Börne-Preis (2012).

©  Foto: Andreas Labes

Europa gegen die Juden 1880 - 1945

Aktuelles Buch

Europa gegen die Juden 1880 - 1945

S. Fischer Verlag

In seiner neuen, großen Gesamtdarstellung "Europa gegen die Juden 1880-1945" zeigt der Historiker Götz Aly, dass der Holocaust nicht allein aus der deutschen Geschichte heraus erklärbar ist. Sowohl in West- als auch in Osteuropa hatten Antisemitismus und Judenfeindschaft seit 1880 sprunghaft zugenommen - angetrieben von Nationalismus und sozialen Krisen. Erstmals stellt Götz Aly den modernen Antisemitismus als grenzüberschreitendes Phänomen dar. Ohne die Schuld der deutschen Täter zu mindern, zeigt er, wie Rivalität und Neid, Diskriminierung und Pogrome seit Ende des 19. Jahrhunderts vielerorts dazu beigetragen haben, den Boden für Deportationen und Völkermord zu bereiten. Während des Zweiten Weltkriegs ermordeten die nationalsozialistischen Besatzer schließlich sechs Millionen Juden, die meisten in Osteuropa, teils unter Mithilfe lokaler Polizei und Behörden. Mit seinem gesamteuropäischen Blick ermöglicht Götz Aly ein neues, umfassendes Verständnis des Holocaust.

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