Nora Gomringer

Autoren

Nora Gomringer

Nora Gomringer hat sieben Lyrikbände vorgelegt und schreibt für Rundfunk und Feuilleton. Zuletzt veröffentlichte sie den Band "Mein Gedicht fragt nicht lange reloaded" (Voland & Quist 2015) sowie "Morbus" (2015). "Sag doch mal was zur Nacht" (2006) und "Klimaforschung" (2008) wurden ins Schwedische bzw. Französische übersetzt. Für Goethe Institut und Pro Helvetia reist sie um die (Literatur-)Welt. Sie war Poetikdozentin an den Universitäten Koblenz-Landau, Sheffield und Kiel. Sie ist Mitherausgeberin des Jahrbuchs der Lyrik 2015 (DVA). Neben zahlreichen anderen Auszeichnungen sowie Aufenthaltsstipendien in Venedig, New York, Berlin, Ahrenshoop, Krems und Novosibirsk wurde ihr 2011 der Jacob-Grimm-Preis als Teil des Kulturpreises Deutsche Sprache und 2012 der Joachim-Ringelnatz-Preis für Lyrik zuerkannt. 2015 erhielt sie den Weilheimer Literaturpreis und im Juli den Ingeborg-Bachmann-Preis. Nora Gomringer lebt in Bamberg, wo sie seit 2010 das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia leitet.

©  Foto: Judith Kinitz

Moden

Aktuelles Buch

Moden

Voland & Quist

Bachmannpreisträgerin Nora Gomringer vollendet mit "Moden" ihre "Trilogie der Oberflächen und Unsichtbarkeiten". Mit Blick auf das Detail das große Ganze zu befragen ist ein Merkmal von Gomringers Lyrik, ein anderes die literarischen und kulturellen Anspielungen. Da ist z. B. das Gedicht über den Killer Ed Gein, das Vorbild der Filmfigur Norman Bates. Oder die Verse über eine unsichtbare Frau: Beitrag zur Burka-Debatte oder Frage nach der erbsündigen Eva? Neue Dinggedichte sind entstanden, die das Kleine Schwarze und die Uniform ebenso wie den Kimono und das Verschwinden der Sprache und damit des Ichs beschreiben. Gomringers vielschichtige Gedichte sind nicht nur Überlegungen zur "Einpellung" (Joachim Ringelnatz), sondern auch zu Tradition und Vergänglichkeit.