Thomas Straubhaar

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Thomas Straubhaar

Prof. Dr. Thomas Straubhaar ist seit 1999 Professor der Universität Hamburg für Volkswirtschaftslehre, insbesondere internationale Wirtschaftsbeziehungen. Gleichzeitig ist er Direktor des Europa-Kollegs Hamburg.

Seit September 2013 ist er non-resident Fellow der Transatlantic Academy in Washington DC. Im Sommersemester 2015 war er Theodor Heuss Gastprofessor an ITAM und UNAM in Mexico City.Thomas Straubhaar studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität Bern, wo er 1983 zum Dr. rer. Pol. promovierte und 1987 nach einem Forschungsaufenthalt an der University of California in Berkeley habilitiert wurde. Er war Lehrstuhlvertreter an den Universitäten in Bern, Konstanz, Basel und Freiburg i.Br. und Professor für Volkswirtschaftslehre der Helmut-Schmidt-Universität (HSU) Hamburg. Von September 1999 bis August 2014 war er zunächst Präsident des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archivs (HWWA) und danach Leiter des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI).

Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Internationale Wirtschaftsbeziehungen insbesondere die transatlantischen Beziehungen sowie die Bevölkerungsökonomie mit dem Schwerpunkt Migration.

©  Foto: Körber-Stiftung | Claudia Höhne

Radikal gerecht Wie das bedingungslose Grundeinkommen den Sozialstaat revolutioniert

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Radikal gerecht Wie das bedingungslose Grundeinkommen den Sozialstaat revolutioniert

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Immer weniger junge Menschen, die für immer mehr alte aufkommen müssen, eine immer größere Schere zwischen Arm und Reich: Das Sozialsystem, wie wir es kennen, ist am Ende. Reformieren lässt es sich nicht, sagt der Hamburger Ökonom Thomas Straubhaar. Aber revolutionieren: durch das bedingungslose Grundeinkommen.

Straubhaar will dafür sorgen, dass die gesellschaftlichen Lasten gleichmäßig verteilt sind. Wenn alle Menschen, vom Säugling bis zum Greis, ein Grundeinkommen erhalten, so entmündigt sie das nicht, sondern befreit sie zu Selbstständigkeit und eigenen Entscheidungen. Und der Staat investiert nicht länger in die Verwaltung des Mangels, sondern in die gerechte Behandlung aller Bürger.Das klingt zu gut, um finanzierbar zu sein? - Möglich ist es aber, wie Straubhaar vorrechnet. Zum Beispiel indem wir aufhören, hauptsächlich Arbeit zu besteuern, aber nicht die Maschinen und Computer, die einen immer größeren Teil unserer Arbeit erledigen. Konsequent umgesetzt entstünde mit dem Grundeinkommen ein wirklich faires Steuertransfermodell.

Das bedingungslose Grundeinkommen ist ein liberaler, effektiver und sozialer Weg, Gerechtigkeit in ein aus dem Gleichgewicht geratenes Sozialsystem zu bringen - und so Wesentliches zum inneren Frieden beizutragen. Lokale Versuche gibt es bereits, aber, so Straubhaars Vision, Deutschland könnte als eine der größten und stabilsten Volkswirtschaften weltweit dieses Experiment wagen!