Dogan Akhanlı

Autoren

Dogan Akhanlı

Dogan Akhanli, 1957 in der Türkei geboren, lebt seit 1992 als Autor in Köln. Er verfasste zahlreiche Romane und ein Theaterstück. In "Die Richter des jüngsten Gerichts" (2007) thematisiert er den Völkermord an den Armeniern 1915. Weitere Werke: "Die Tage ohne Vater" (2016), "Der letzte Traum der Madonna" (2005), "Fasilistan" (2010), "Sag ihr, dass ich sie liebe" (2016). 2013 erhielt er in Köln den Pfarrer-Georg- Fritze-Preis.

©  Manfred Wegener

Verhaftung in Granada oder Treibt die Türkei in die Diktatur?

Aktuelles Buch

Verhaftung in Granada oder Treibt die Türkei in die Diktatur?

Kiepenheuer & Witsch

19.8.2017: Spanische Polizisten holten Dogan Akhanlı im Morgengrauen aus dem Bett seines Hotelzimmers in Granada. Man brachte ihn auf die Wache, wieder einmal schloss sich die Tür einer Zelle hinter ihm. Wie in einem Zeittunnel durchlebte er erneut die Monate im Gefängnis von Istanbul. Dort war er seit August 2010 inhaftiert, Man warf ihm vor, an einem Raubüberfall beteiligt gewesen zu sein. Das Gericht jedoch sprach ihn frei und Akhanlı kehrte nach Köln zurück. Dann wurde der Freispruch wieder aufgehoben. Seitdem wurde der Journalist per Haft-befehlt durch Interpol gesucht. Er durfte Spanien so lange nicht verlassen, bis über seine eventuelle Auslieferung an die Türkei entschieden war. Akhanlı begann zu schreiben: über die Geschichte seiner Verfolgung, über die von Erdogan in Richtung Faschismus getriebene Türkei. Über Deutschland, wohin er geflohen war. Über Spanien und dessen diktatorische Geschichte. Über Schicksalsgenossen wie den deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel, der seit Anfang 2017 in der Türkei inhaftiert ist.

ET: 15.2.2018 | ISBN 978-3-462-05183-4 | Broschur | 224 Seiten | 9,99 EUR

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