Herfried Münkler

Autoren

Herfried Münkler

Herfried Münkler, geboren 1951, ist Professor für Politikwissenschaft an der Berliner Humboldt-Universität und Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Viele seiner Bücher gelten mittlerweile als Standardwerke, etwa "Die neuen Kriege" (2002), "Imperien" (2005), "Die Deutschen und ihre Mythen" (2009), das mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde, sowie "Der Große Krieg" (2013) und "Die neuen Deutschen" (2016), die beide monatelang auf der Spiegel-Bestsellerliste standen.

©  Reiner Zensen

Der Dreißigjährige Krieg. Europäische Katastrophe, deutsches Trauma 1618-1648

Aktuelles Buch

Der Dreißigjährige Krieg. Europäische Katastrophe, deutsches Trauma 1618-1648

Rowohlt

Bis heute gilt "Dreißigjähriger Krieg" als Metapher für die Schrecken des Krieges schlechthin, dauerte es doch Jahrzehnte, bis sich Deutschland von den Verwüstungen des längsten und blutigsten Religionskrieg der Geschichte erholte. Als am 23. Mai 1618 protestantische Adelige die Statthalter des römisch-deutschen Kaisers Ferdinand II. aus den Fenstern der Prager Burg stürzten, waren die Folgen kaum abzusehen: ein Flächenbrand, der erste im vollen Sinne "europäische Krieg". Fesselnd erzählt Herfried Münkler vom Schwedenkönig Gustav Adolf und dem Feldherrn Wallenstein, von Kardinälen und Kurfürsten, von den Landsknechten und den durch Krieg und Krankheiten - ein Drittel der Bevölkerung fand den Tod - verheerten Landschaften Deutschlands. Obwohl die europäische Staatenordnung in Trümmern lag, entstand daraus eine wegweisende Friedensordnung, mit der eine neue Epoche ihren Ausgang nahm. Herfried Münkler führt den Krieg in vielen Aspekten vor Augen, behält dabei aber die Gegenwart im Blick: durch den Dreißigjährigen Krieg kann man, wie er zeigt, besser als spätere Konflikte die heutigen Kriege verstehen. 

2018 | ISBN 978-3-87134-813-6 | Hardcover | 976 Seiten | 39,95 EUR | Auch als eBook