Jakob Hein

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Jakob Hein

Jakob Hein geboren 1971 in Leipzig, lebt seit 1972 mit seiner Familie in Berlin. Er arbeitet als Psychiater. Seit 1998 Mitglied der "Reformbühne Heim und Welt".

©  Susanne Schleyer

Die Orient-Mission des Leutnant Stern

Aktuelles Buch

Die Orient-Mission des Leutnant Stern

Galiani Berlin

Es ist die wahre Geschichte von Edgar Stern. Der Sommer 1914 begann für Stern im Badeort Coxyde, nahe der französischen Grenze. Niemals hätte sich Stern vorstellen können, dass in wenigen Wochen Krieg ausbrechen könnte und er im Krieg der Hauptakteur eines kuriosen Plans werden sollte, der Deutschland einen schnellen Sieg bringen sollte: wenn der türkische Sultan für das befreundete Deutsche Reich den Dschihad ausrufen und sich daraufhin alle Muslime - vor allem die in den Kolonien - gegen die britischen und französischen Gegner erheben würden, müsste die Schlacht schnell entschieden sein. Um die Gunst des Sultans zu gewinnen, plante man, einige muslimische Kriegsgefangene feierlich in Konstantinopel freizulassen. Nur mussten diese Kriegsgefangenen unauf-fällig durch halb Europa geschleust werden. Dazu brauchte man Edgar Stern mit seinem Hang zu unkonventionellen, militärischen Lösungen und seiner Chuzpe. Bei Sterns Verabschiedung am Anhalter Bahnhof waren die Deutschen Militärs sicher, dass sie eine gute Wahl getroffen hatten: Stern hatte die muslimischen Gefangenen als Zirkustruppe getarnt. Doch keiner wusste, ob die Beamten an den Grenzen Österreich-Ungarns und Rumäniens die Maskerade durchschauen würden und wie es später mit dem Dschihad funktionieren konnte. Nur eins war klar: Die Reise würde nicht nur für Stern ein großes Abenteuer werden. 

2018 | ISBN 978-3-462-31850-0 | Gebunden | 240 Seiten | 16,99 EUR | auch als eBook