Daniel Fiedler

Moderatoren

Daniel Fiedler

Daniel Fiedler, Jahrgang 1966, arbeitete nach seinem Studium (Theaterwissenschaft, Germanistik, Soziologie, Politik) und einem Stipendium (Friedrich-Ebert-Stiftung) als Regieassistent und Dramaturg. 2001 kam er zum ZDF, zunächst als Referent des Direktors Europäische Satellitenprogramme (zuständig für 3sat, ARTE sowie die Digitalkanäle des ZDF). Er leitete die Zentralredaktion 3sat, war Koordinator von 3sat (2007 -2012) und von ZDFkultur (2009 -2012).

Seit 2013 ist Fiedler Leiter von "Kultur Berlin". Zu dem von ihm verantworteten Kulturmagazin "aspekte" gehört seit 2015 "Das Literarische Quartett" (ZDF) und seit Januar 2016 "Schulz und Böhmermann" (ZDFneo)

„Ein Jahr nach der Leipziger Buchmesse 2016 ist die Welt eine andere geworden, nach Trump-Wahl, nach Erdoğan-Putsch, nach Breitscheid-Platz-Attentat. Das Jahr 2016 hat viele Veränderungen gebracht, und nur die wenigsten waren positiv. Und die Literatur hat seismographisch reagiert: Im Frühjahr 2017 liegen die ersten literarischen Kommentare zu diesen krisenanfälligen Zeiten vor. So hat Olga Grjasnowa mit "Gott ist nicht schüchtern" den ersten wirklichen deutschen Flüchtlingsroman geschrieben. Wer wissen will, was es heißt, seine syrische Heimat zu verlassen und sich aufzumachen ins Ungewisse, der kommt an diesem Buch nicht vorbei. Wer den Reichtum der kurdischen Kultur kennen lernen und gleichzeitig erfahren will, warum diese Kultur seit vielen Jahrzehnten bedroht wird, der muss den zauberhaften Roman "Der Tag, an dem ein Mann vom Berg Amar kam" von Yavuz Ekinci lesen. Und wer wissen will, was die bis vor kurzem noch in türkischer Isolationshaft darbende Aslı Erdoğan über die Situation in ihrer Heimat denkt und schreibt, muss sich ihre Essays in Nicht einmal das Schweigen gehört uns noch zu Herzen nehmen. Wir stellen sie hier auf der Leipziger Buchmesse erstmals der Öffentlichkeit vor. Auch deutsche Lebensgeschichten gibt es wieder zu entdecken. Ich freue mich ganz besonders auf die großartige Schauspielerin Dagmar Manzel, die mit "Menschenskind" ihre Autobiographie vorlegt und bislang Unbekanntes aus ihrem abwechslungsreichen Leben schildert.“

Daniel Fiedler